Mit dem Buddhismus, (christlicher) Mystik und Spiritualität beschäftige ich mich seit meinem 17. Lebensjahr. Damals habe ich alles gelesen, was ich in die Finger bekommen habe, während der Schulzeit und dann auch später während des Studiums. 

Beruf

Ich habe Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft und Soziologie studiert und bin heute 60 Jahre alt und verheiratet. Meine Ehefrau ist ebenfalls ausgebildete Yoga-Lehrerin und hat mehrere Jahre lang bei der Ausbildung von angehenden Yoga-Lehrerinnen und -Lehrern mitgewirkt.

Während meines Referendariats habe ich eine Ausbildungsstation von mehreren Monaten in Dschidda, Saudi-Arabien, absolviert und konnte dort auch mit einem Kollegen im Jeep bis zur Grenze des Jemen reisen. Nach dem Studium habe ich über 10 Jahre in einer mittelständischen Anwaltskanzlei in Stuttgart gearbeitet, die international tätig war, insbesondere mit Kontakten nach Frankreich und England. Während dieser Zeit war es mir möglich, mehrwöchige Reisen zu unternehmen, wie Madagaskar, Thailand, Sri Lanka, Indien u.v.m. 

Buddhismus und Spiritualität

In dieser Zeit habe ich mich in Stuttgart dem Buddhistischen Kreis angeschlossen, ein Verein, der versuchte, mit Gastlehrern, Seminaren, Sesshin, Vorträgen und Veranstaltungen aller Art, allen buddhistischen Richtungen Raum zu verschaffen. In den 90ern gab es unabhängig davon eine „Welle“ der Buddhismus-Begeisterung, jedenfalls in Stuttgart. Alle damals berühmten Lehrer aller Richtungen haben Vorträge und Veranstaltungen gegeben. Hier fallen mir Namen wie Sogyal Rinpoche, Alfred Weil, Ole Nydahl, Agetsu Wydler-Haduch u.a. ein. Daneben gab es Aufenthalte in verschiedenen Seminar-Häusern und Klöstern, wie das thailändische Kloster Dhammapala in Kandersteg, Schweiz, oder Besuche im Kloster von Ayya Khemma in Bayern, das erst kürzlich aufgegeben worden ist. 

Zen-Meditation

Gleichwohl befriedigte mich dieses Angebot nicht, aber durch einen verlorenen Flyer wurde ich auf einen japanischen Zen-Meister der Soto-Zen Linie aufmerksam, dem ich mich bis heute verpflichtet fühle. Dieser Zen-Meister lebt in Bayern und gab Sesshin in verschiedenen Seminar-Häusern u.a. dem Haus Engl in Bayern, dem Waldhaus am Laacher See und vielen anderen. Nach der ersten Begegnung bei einem Sesshin stand für mich fest, dass ich meine Orientierung gefunden hatte. In den Folgejahren verbrachte ich mehrere Wochen pro Jahr bei seinen Sesshin in den verschiedensten Häusern in Deutschland.

Sein Name ist Fumon S. Nakagawa Roshi, dessen Gründung und Aufbau eines eigenen Klosters ich begleiten durfte. Dieses Kloster ist von Japan auch offiziell als Kloster anerkannt. Nähere Informationen und das Jahresprogramm findet man unter www.eisenbuch.de. Bis heute betrachte ich Roshi als meinen spirituellen Lehrer. 

Mit Roshi konnte ich anläßlich des 750. Todestages von Meister Dogen, dem Begründer der Soto-Zen Linie, eine längere Japan-Reise durch die Soto-Zen-Klöster (Tempel und Klöster auch anderer Linien) Japans unternehmen, die im Hauptkloster Eiheiji mit einem großen, internationalen Kongress zu Ende ging.

Yoga und Indien

Seit 2006 praktiziere ich Ashtanga-Yoga, eine körperlich herausfordernde Form des Yoga, die wohl auch deswegen bei Männern aller Altersklassen immer beliebter wird. 

Im Jahr 2007 gründete ich mit meiner damaligen Partnerin ein großes Yoga-Studio am Rhein, aus dem ich 2011 ausgestiegen bin. In diesen Jahren habe ich morgens die ersten Yoga-Unterrichte gegeben (Mysore-Style) und abends Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene, teilweise mit über 30 Teilnehmern. Daneben gehörte auch die Zen-Meditation zu unserem Angebot. Das alles unter Fortführung meiner anwaltlichen Tätigkeit.

In diese Zeit fallen viele und teilweise mehrmonatige Aufenthalte in Indien, insbes. Mysore, dem Ort, indem der „Gründer“ des Ashtanga, Patthabi Jois lebte und unterrichtete, und auch Kovalam, indem der international bekannte Lino Miele über den Jahreswechsel Ashtanga anbot. Dort lernte ich auch Ayurveda kennen. Die „Klinik“ war im Ort, geleitet von einem auch in westlicher Medizin ausgebildeten Arzt. Teilweise schon morgens um 4 zur „Behandlung“, danach Yoga und dann Frühstück in der „German Bakery“ am Strand. Eine Kur die ich über die Jahre mehrfach wiederholte. 
In Süd-Indien besuchten wir auch für einige Tage den Ashram von Sai Baba, dies noch zu Lebzeiten des „letzten“ Sai Baba. Und auch gehörte der „Hug“ von Amma dazu, deren Ashram in den „Backwaters“ wir öfters besuchten.
Heute bin ich froh, dass ich Pattabhi Jois noch kennenlernen durfte, dessen 90. und 91. Geburtstag ich mitfeiern konnte.

Bei vielen international tätigen Ashtanga-Lehrern habe ich Kurse und Teacher-Trainings gemacht wie bei John Scott und David Swenson, Mark Darby, Tim Feldmann, Govina Kai, Anna Rossow, Petri Räisänen.

Während meiner regulären Arbeit als selbständiger Rechtsanwalt hatte ich Gelegenheit Coachings durchzuführen, aber auch verschiedene Seminare mit dem Thema „work-life-balance“, unter anderem bei dem „Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt“ in Köln.

Heute

Seit dieser Zeit arbeite ich nur noch sporadisch, zur Aushilfe, als Yoga-Lehrer – und praktiziere in einem authentischen Kölner Yoga-Studio bei Tanja Düttra – oder für mich selbst, oder mit meiner Frau oder mit Petri Räisänen, der in Corana-Zeiten per Video seine Led-Classes gibt.  

Im Sommer 2019 und 2020 habe ich mit Tanja Yoga-Zen Retreats im wunderschönen Bodhi Bavan, im Haus von Sita und Michael in Monchique, Süd-Portugal (bodhi-bhavan.com) veranstaltet, früh morgens Meditation, dann Yoga und abends wieder Sitzen.

Aus meinen Vorträgen ist schließlich die Idee mit dem Buch enstanden. 

Ich gehöre keiner Religionsgemeinschaft, Sekte oder sonst irgendeiner spirituellen Gruppe an.

Michael Feinen, Rechtsanwalt und Wirtschaftsmediator, zertifizierter Anwaltmediator (nach ZMediatAusbV)

  • Studium der Rechtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Soziologie an der Universität Trier. 
  • Nach 10 Semestern Studium mehrere Monate in einer deutschen, wirtschaftsrechtlich ausgerichteten Anwaltskanzlei in Dschiddah, Saudi-Arabien tätig. 
  • Absolvierung des Lehrgangs „Steuern und Betrieb“ in Detmold (heute Fachanwaltslehrgang Steuerrecht). 
  • Nach 10 Jahren Tätigkeit in einer mittelständischen Anwaltskanzlei mit internationalem Bezug in Stuttgart (insbesondere Frankreich und England),
  • Jahr 2000 Kanzleigründung in Köln
  • Mediator (Anwaltmediator, KAV-Kölner Anwaltverein)
  • Wirtschaftsmediator DAV
  • Ausbildung zum „lösungsorientierter Kurzberater“ (Coaching) 
  • Gründer und Mitglied des internationalen Verbundes www.globalrecoverynet.com
  • Mitglied des Deutschen Anwaltsvereins (DAV) seit 1991.